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Weltwassertag

Rotes Kreuz beklagt Zunahme an Seuchen

(DRK). Zum Weltwassertag am Montag beklagt das Rote Kreuz die Zunahme an Seuchen, die durch verschmutztes Trinkwasser ausgelöst werden. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Rotkreuz-Einsätze zu Durchfall-Epidemien (wie Cholera) 2007 und 2008 um 35 Prozent angestiegen.


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Foto: DRK

Zum Weltwassertag am Montag beklagt das Rote Kreuz die Zunahme an Seuchen, die durch verschmutztes Trinkwasser ausgelöst werden. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Rotkreuz-Einsätze zu Durchfall-Epidemien (wie Cholera) 2007 und 2008 um 35 Prozent angestiegen.

In einer zunehmenden Zahl von Ländern sind sie eine ständige Bedrohung der Bevölkerung (etwa in Simbabwe). Die Hälfte aller Krankenhausbetten in diesen Ländern ist mit Patienten belegt, die an durch Schmutzwasser verursachten Seuchen leiden. Die Weltbank beziffert den Verlust an Wirtschaftskraft pro Jahr auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar. 41 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberen Toiletten und sauberem Wasser.

"Das Leid der Menschen ist oft sehr leicht zu mindern. Wenn wir sauberes Wasser zur Verfügung stellen können, sterben viel weniger Kinder an Durchfall", sagt Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. "Wenn wir Pfützen mit Malaria-Mückenlarven trockenlegen oder Seife für das Händewaschen verteilen, erhöht sich die Lebensqualität dieser oft bitterarmen Menschen um ein Vielfaches."

Vor zwölf Jahren wurde daher eine standardisierte mobile Nothilfeeinheit (ERU) zum Thema Trinkwasser und Seuchenvorsorge entwickelt. Dieses Modul beinhaltet eine Trinkwasseraufbereitungsanlage mit entsprechenden Ausgabestellen und Lagertanks sowie alles, was man zur Seuchenvorsorge braucht.

Geschulte Trainer reisen in die Dörfer und Städte der betroffenen Regionen und klären in Sachen Seuchen-vermeidung auf - mit Hilfe von anschaulichen Bildern bis hin zur Handpuppe, um die Kinder für das Thema Händewaschen zu begeistern. "Nur die Trinkwasseranlage aufzustellen und wieder abzureisen, reicht nicht", so Seiters. "Man muss im Land bleiben und die Ursachen der Seuchen bekämpfen."

Daher spielt der Kampf um sauberes Wasser in allen Rotkreuz-Projekten eine Rolle. Das Rote Kreuz arbeitet in 42 Ländern der Erde in der Trinkwasserversorgung und in der Seuchenprävention. 60 Rotkreuz-Gesellschaften aus aller Welt sind in diese Arbeit eingebunden. 4,5 Millionen Menschen profitieren davon.

Infos: www.drk.de


(Freitag, 19.03.)

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