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Hilfsorganisation geschockt

Sechs Entwicklungshelfer in Pakistan ermordet

(World Vision). In Pakistan sind sechs Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation World Vision ermordet worden. Ersten Schilderungen zufolge attackierten etwa 15 bewaffnete Täter das World Vision-Büro im Mansehra-Distrikt, 65 Kilometer nördlich von Islamabad. Sie zündeten offenbar Bomben oder Granaten und eröffneten dann das Feuer. Sechs pakistanische Mitarbeiter wurden getötet, darunter zwei Frauen. Acht Kollegen wurden schwer verletzt.


Bild zur Nachricht
Foto: Garhi Habibullah, wikipedia GB

"Wir sind geschockt über den brutalen Angriff und diesen sinnlosen Tod unserer Kollegen", sagt Christoph Waffenschmidt, der Vorstandvorsitzende von World Vision Deutschland. "Diejenigen, die die Helfer getötet haben, müssen wissen, dass sie ihre eigenen Landsleute umgebracht haben und noch dazu Menschen, die sich gegen Armut und für bessere Lebensbedingungen in ihrem Land eingesetzt haben."

Aus dem pakistanischen World Vision-Büro ist zu hören, dass es im Vorfeld dieser Tat weder Hinweise auf einen Anschlag noch einen Drohbrief gegeben habe. Grundsätzlich seien in der Region Pakistans jedoch westliche Organisationen angefeindet worden. World Vision hat alle Hilfsmaßnahmen in Pakistan bis auf Weiteres eingestellt.

Die Hilfsorganisation World Vision engagiert sich seit 1992 in Pakistan, insbesondere mit humanitärer Hilfe. In dem Büro in Mansehra arbeiten einheimischen Mitarbeiter. 2001 wurde der Einsatz auf die Provinzen North West Frontier und Punjab erweitert. Nach dem Erdbeben 2005 im Norden Pakistans versorgte World Vision zigtausende Familien mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung. Auch nach den Unruhen 2009 in den Bergregionen Swat, Buner und Lower Dir halfen World Vision-Mitarbeiter tausenden Flüchtlingen.

Aktuell führt World Vision zwei Projekte für Kinder und deren Familien in 22 Gemeinden der North West Frontier Provinz durch. Zum einen werden Bildungsmöglichkeiten und die landwirtschaftliche Entwicklung gefördert. Zum anderen geht es in einem Mutter-Kind-Projekt darum, Schwangere zu betreuen und die Entwicklung von Kindern unter fünf Jahren zu verbessern.

Infos: www.worldvision.de


(Mittwoch, 10.03.)

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