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WHO-Kampagne in Haiti

Rotes Kreuz stellt 30 Impf-Teams bereit

(DRK). Das Rote Kreuz will sich mit über 30 Helferteams an der WHO-Impfkampagne in Haiti beteiligen. Ziel ist es, die Erdbebenopfer in den über 500 Zeltlagern der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince gegen Röteln, Masern, Tetanus und Diphtherie zu schützen. Gleichzeitig bittet das Rote Kreuz um Spenden, um bessere Unterkünfte bauen zu können. Etwa eine Million Menschen lebten in selbstgebastelten Behausungen, die nicht gegen den Regen im Frühjahr gesichert seien.


Bild zur Nachricht

Das Rote Kreuz wird sich mit über 30 Helferteams an Impfkampagnen beteiligen, die ab heute die Erdbebenopfer in den über 500 Zeltlagern der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince vor Krankheiten wie Masern, Tetanus und Diphtherie schützen sollen. Unter ihnen sind schätzungsweise 140.000 Kinder. Sie sind durch die hygienischen Verhältnisse in den Lagern ohne fließend Wasser, Abwasserkanalisation und Müllentsorgung besonders gefährdet, wenn auch die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln inzwischen funktioniert.

Im Hospital des Deutschen Roten Kreuzes und in der Gesundheitsstation sind unter den Patienten immer mehr Kinder mit Durchfall, Fieber, Erkältungen oder Hautauschlägen (alles Folgen der schlechten Unterbringung in den Lagern). Diphtherie (eine Infektion der Atemwege), aber auch die Masern können für diese geschwächten Kinder zur großen Gefahr werden, sagt Dr. Thomas Moch, Mediziner im Rotkreuz-Hospital.

Im Rahmen der Impfaktion, unter Leitung der Weltgesundheitsaktion WHO werden Kinder unter sieben Jahren gegen Masern, Röteln, Tetanus und Diphtherie geimpft. Ältere Kinder und Erwachsene sollen eine Spritze gegen Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) bekommen.

Nach neuesten Schätzungen brauchen in Haiti etwa eine Million Menschen dringend bessere Unterkünfte. Allein in der Hauptstadt leben bis zu 800.000 Menschen in selbst gebastelten Behausungen. Über 200.000 sind aufs Land geflohen. "Viele sind weiter auf der Suche nach einem Platz, wo sie bleiben können", erklärt Frederic Blas, der für die Rotkreuz-Bewegung die Versorgung der Camps koordiniert. Spätestens, wenn im Frühjahr der Regen kommt mit Schlamm und Überschwemmungen müssen die Opfer des Erdbebens sicher untergebracht sein. Und die Kinder geimpft.

Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti: Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00 Stichwort: Haiti Online-Spenden unter www.DRK.de/spenden


(Mittwoch, 03.02.)

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