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Deutsch-türkisches Projekt

Verbände wollen Migranten Umweltschutz nahebringen

Osnabrück/Berlin (epd). Umweltverbände und die Türkische Gemeinde in Deutschland wollen türkischstämmigen Migranten den Umweltschutz nahebringen. Der Klimawandel und der sparsame Umgang mit Energie und Ressourcen sollen im Mittelpunkt eines deutsch-türkischen Umweltbildungsnetzwerks stehen, teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit. Die Stiftung fördert das Projekt mit 320.000 Euro.


Der Landesverband Berlin des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), die TEMA-Stiftung für den Naturschutz und die Türkische Gemeinde haben das Projekt gemeinsam ins Leben gerufen. Rund 2,6 Millionen türkischstämmige Menschen leben nach Angaben des Zentrums für Türkeistudien in Deutschland. Sie hätten zwar ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein, aber wenig Vorstellungen, wie sie selbst umweltbewusst handeln könnten. Es fehle an speziellen Informationsangeboten und Anlaufstellen, sagte Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde.

Zunächst würden ab Januar in den zentralen Ballungsräumen Deutschlands 40 türkischstämmige Umweltbotschafter ausgebildet, sagte Kolat. Sie sollen regionale Netzwerke zwischen Migranten- und Umweltverbänden aufbauen. Als Auftaktstädte stünden Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln bereits fest. Mit den Vereinen vor Ort sollen dann 300 Energiespar- und Umweltlotsen auf lokaler Ebene qualifiziert werden, die Beratungen für Haushalte und kleine Unternehmen anbieten.

Zweisprachige Informationsmaterialien wie Flyer und Broschüren, Internetseiten und Videoclips werden das Bildungsprogramm nach Angaben der Initiatoren ergänzen. Zudem sei die Zusammenarbeit mit türkischsprachigen Medien geplant. Konkret gehe es etwa darum, wie sich Energie im Haushalt einsparen lasse, sagte Kolat.


(Mittwoch, 16.12.)

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