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Studie über Naturkatastrophen

Unwetter treffen arme Länder am härtesten

Kopenhagen (epd). Die Zunahme von Wetterkatastrophen im Zuge der Erderwärmung trifft arme Staaten am härtesten. Die weltweit schwersten Schäden richteten Unwetter zwischen 1990 und 2008 in Bangladesch, Birma und Honduras an, wie aus einer Studie der Organisation Germanwatch hervorgeht, die auf der Kopenhagener UN-Klimakonferenz vorgestellt wurde. Letztes Jahr litten besonders die Menschen in Birma, Jemen und Vietnam unter Stürmen, Überschwemmungen und anderen extremen Wetterereignissen.


insgesamt starben der Untersuchung zufolge zwischen 1990 und 2008 rund 600.000 Menschen weltweit durch Wetterkatastrophen. Der volkswirtschaftliche Schaden belaufe sich auf rund 1,7 Billionen US-Dollar. Der Klima-Risiko-Index von Germanwatch stützt sich auf Daten des Rückversicherers Münchner Rück.

Die zehn Länder mit den größten Unwetter-Schäden gehören laut Studie alle zu den ärmsten der Welt. Germanwatch-Geschäftsführer Christoph Bals forderte deshalb die reichen Nationen als Verursacher des Klimawandels auf, weitreichende Finanzzusagen für die betroffenen Staaten zu machen: "Es ist zuallererst die Aufgabe der Industriestaaten, den besonders gefährdeten Entwicklungsländern bei der Anpassung an den Klimawandel zu helfen." Er schlug unter anderem eine globale Versicherung gegen Schäden infolge des Klimawandels vor, die von reichen Staaten finanziert werden sollte.

Die Unterstützung von Entwicklungsländern im Kampf gegen die Erderwärmung ist eines der zentralen Themen der Weltklimakonferenz. In der Diskussion ist ein Fonds, in den zwischen 2010 und 2012 zunächst zehn Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro) jährlich eingezahlt werden sollen. Ab 2020 sind nach EU-Schätzungen 100 Milliarden Euro für Klimahilfen in armen Staaten notwendig.

Internet: www.germanwatch.org/kri


(Dienstag, 08.12.)

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