"Eine Mütze voll Leben"
Mehr Engagement gegen Kindersterblichkeit
(Save the Children). Bürger haben von der Bundesregierung mehr Einsatz gegen die hohe Säuglingssterblichkeit in Entwicklungsländern gefordert. Im Rahmen der Kampagne „Eine Mütze voll Leben“ der Kinderrechtsorganisation Save the Children wurden über 200.000 Babymützen gestrickt und zugleich 15.000 Briefe geschrieben, die nun an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben worden.
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| Foto: Bundesregierung, Jochen Eckel |
In mehr als 15.000 Briefen fordern die Deutschen mehr Einsatz der Bundesregierung gegen die hohe Säuglingssterblichkeit in Entwicklungsländern. Die Briefe, die im Rahmen der Kampagne „Eine Mütze voll Leben“ an die Kinderrechtsorganisation Save the Children geschickt wurden, sind nun an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben worden. Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland, und Brigitte Huber, Chefredakteurin der Frauenzeitschrift Brigitte, überreichten die Briefe bei einem Termin im Bundeskanzleramt an die Regierungschefin.
Seit November 2008 baten Save the Children und Brigitte um selbstgestrickte Babymützen, die Neugeborene in Entwicklungsländern vor Auskühlung und somit vor Infektionskrankheiten schützen. Das Ziel von 50.000 Mützen war schon nach wenigen Wochen erreicht. Bis heute konnten mehr als 200.000 Babymützen in Gesundheitsprojekte der Kinderrechtsorganisation in Länder wie Afghanistan und Ruanda geschickt werden.
Mehr Einsatz der Bundesregierung ist notwendig
Zusätzlich zu den selbstgestrickten Mützen haben zahlreiche Unterstützer einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Die langfristige Verbesserung der Situation von Säuglingen in Entwicklungsländern sei nur dann möglich, wenn auch die Bundesregierung alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutze, um die Überlebenschancen von Neugeborenen zu erhöhen.
„Auch ich bin viel zu früh auf die Welt gekommen, aber ich hatte das Glück, in einem Land mit perfekter medizinischer Versorgung geboren zu werden. So hatte ich Ärzte und moderne Medizin, die mich am Leben gehalten haben und es ist eine gesunde junge Frau aus mir geworden“, schreibt Eva aus Rheinland-Pfalz. Deshalb macht sie sich mit ihrem Brief an die Bundeskanzlerin nun dafür stark, dass alle Kinder auf der Welt gesund aufwachsen können. „Ich kann nur mit kleinen Mitteln helfen, aber Sie haben die Möglichkeit im Großen etwas für die Kinder zu tun. Bitte helfen Sie mit, dass auch arme Kinder die Chance auf ein Leben haben!“
Kampf gegen Kindersterblichkeit verstärken
Save the Children setzt sich schon seit Jahren für das angeborene Recht aller Kinder auf Leben ein. Ab Oktober wird die Organisation ihre Arbeit in diesem Bereich verstärken: Im Zuge einer internationalen Kampagne will Save the Children bis 2015 in Zusammenarbeit mit den am stärksten betroffenen Empfängerländern und Regierungen das Leben von 60 Millionen Kindern unter fünf Jahren retten, damit das Millenniums-Entwicklungsziel 4 erreicht werden kann. Neben der Forschung auf dem Gebiet der Neugeborenen-Fürsorge und der Lobbyarbeit bei Entscheidungsträgern hilft Save the Children Müttern und ihren Babys auf ganz praktische Art und Weise. Beispielsweise hat die Organisation in Bangladesch Frauen in der Behandlung von Infektionen der Atemwege und von Durchfallerkrankungen geschult. So konnten bereits über zwei Millionen Säuglinge erfolgreich behandelt werden.
Infos: www.savethechildren.de
Tag des öffentlichen Strickens: 30.000 lebensrettende Mützen als Ziel
Eine Mütze voll Leben: Strick-Aktion für Neugeborene
(Donnerstag, 20.08.)
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