Internationale Gesundheitsprojekte
Globalem Aids-Fonds fehlt Geld
Genf (epd). Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria kämpft mit einer Finanzierungslücke. «Für den Zeitraum 2008 bis 2010 fehlen uns fünf Milliarden US-Dollar», sagte Sprecher Jon Lidén. Die Mittel des Fonds stammen aus freiwilligen Beiträgen von Staaten, Unternehmen, Stiftungen und anderen privaten Geldgebern.
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| Foto: theglobalfund.org |
Die Finanzanträge für Gesundheitsprojekte
in armen Ländern nähmen stark zu. Eine Konferenz der 30 wichtigsten
Geberländer und Stiftungen soll Ende März in Spanien über die
Situation beraten.
Die Mittel des Fonds stammen aus freiwilligen Beiträgen von
Staaten, Unternehmen, Stiftungen und anderen privaten Geldgebern.
Bislang haben die Geber zehn Milliarden Dollar für den Zeitraum 2008
bis 2010 zugesagt. «Durch eine stark gestiegene Nachfrage haben wir
jedoch einen deutlich höheren Finanzbedarf», sagte Lidén. Nach sieben
Jahren Laufzeit seien viele Länder mit dem Antragsverfahren des Fonds
vertraut und stellten mehr Anträge. Zudem hätten die Therapie- und
Präventionsmöglichkeiten zugenommen.
Der Fonds mit Sitz in Genf wurde 2002 gegründet, um zusätzliches
Geld für Gesundheitsprogramme in armen Ländern zu mobilisieren.
Derzeit fördert er rund 580 Programme in 136 Ländern. Im Jahr 2008
wurden darüber Aids-Medikamente für mehr als zwei Millionen Menschen
weltweit finanziert. 4,6 Millionen Tuberkulose-Patienten konnten
medizinisch versorgt werden, 70 Millionen Moskitonetze wurden
verteilt. An Aids, Tuberkulose und Malaria sterben jährlich mehr als
sechs Millionen Menschen.
Internet: www.theglobalfund.org
70 Hilfsorganisationen: Aids-Aktionsbündnis fordert mehr Mittel für Globalen Aids-Fonds
(Samstag, 28.02.)
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