Internationale Aktivitäten
Stiftungen zahlen zu viele Steuern
Heidelberg (epd). Jährlich gehen den Stiftungen in Europa fast 100 Millionen Euro verloren, weil sie bei der Arbeit über die jeweilige Landesgrenze hinaus mehr Steuern zahlen, als sie müssten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Centrums für soziale Investitionen Heidelberg und des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht (Hamburg).
Für Stiftungen stehe der
Aufnahme internationaler Aktivitäten eine große Rechtsunsicherheit
entgegen, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.
«Obwohl der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass Spenden
an gemeinnützige Organisationen im Ausland genauso zu behandeln sind
wie Spenden im Inland, stehen viele Formen grenzüberschreitenden
Engagements noch vor erheblichen Barrieren», kritisierten die Leiter
der Studie, Klaus J. Hopt, Helmut Anheier und Volker Then. Sie werben
deshalb für eine neue europäische Rechtsform, die Stiftungen
ermöglicht, in jedem Mitgliedsstaat der EU gleichermaßen anerkannt zu
sein.
(Samstag, 28.02.)
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