Montag, 06.09.2010

Die laufende Betreuung unseres redaktionelen Angebotes muss vorübergehend unterbrochen werden.

Ressorts
Titelseite
Soziales
♦ Umweltschutz
Kultur
Internationales
Gesellschaft
Zivilgesellschaft
Bürgerengagement
Staat & Engagement
Wirtschaft & Engagement
Tipps für Engagierte
Wettbewerbe
Termine
Praxistipps
Leserbriefe
Berichte & Projekte
Arbeitslosigkeit
Armut
Asyl
Behinderungen
Bildung
Demokratie
Eine Welt
Einwanderung
Familie
Frieden
Geschlechter
Gesundheit
Hilfsaktionen
Jugend
Kinder
Kultur
Leben im Alter
Lebenshilfe
Menschenrechte
Religionen
Sport
Straffälligkeit
Tierschutz
Umweltschutz
Verbraucher
Verkehr
Wissenschaft
Social Times
ist gefördert durch die
RobertBoschStiftung
Social Times
Konzept
Redaktionsstatut
Mediadaten
Nachrichtenfenster
Logo-Download
Impressum
epd-Archiv -Archiv
52 Kilometer Protest

15.000 Menschen bilden Lichterkette

Braunschweig (epd). 15.000 Menschen haben gestern abend mit einer Lichterkette von Braunschweig zum Atommüllager «Asse II» und zum «Schacht Konrad» gegen die Endlagerung von Atommüll in Niedersachsen protestiert. Die Fackeln stünden für die Forderung, endlich Licht ins Dunkel um die undichte Asse II zu bringen. Ein ehemaliger Mitarbeiter, der an Leukämie leidet, verlangte bei der Auftaktveranstaltung einen Untersuchungsausschuss.


Bild zur Nachricht
10.000 Menschen hielten Fackeln gegen die Vorgänge im Atommülllager Asse II hoch. Auch am Kornmarkt von Wolfenbüttel.

Mit einer 52 Kilometer langen Lichterkette von Braunschweig zum Atommüllager «Asse II» bei Wolfenbüttel und zum «Schacht Konrad» in Salzgitter haben am Donnerstagabend Bürgerinitativen und Anwohner gegen die atomare Endlagerung in Niedersachsen protestiert. Das Organisationsbüro ging nach ersten Zählungen von mehr als 15.000 Teilnehmern aus. Bereits zu Beginn der Woche waren 10.000 Fackeln für die Aktion verkauft worden. Sie sollten «aufleuchten und Licht ins Dunkel bringen».

In dem Aufruf zur Lichterkette hieß es, die Ereignisse im Salzbergwerk Asse II hätten viele Menschen in der Region Braunschweig wachgerüttelt. So dürfe mit Atommüll nicht umgegangen werden, weder in der Asse, noch in Morsleben, Gorleben oder im «Schacht Konrad».

«Wir brauchen dringend eine offene Informationspolitik und einen Untersuchungsausschuss», forderte der ehemalige Asse-Mitarbeiter Eckbert Duranowitsch bei der Auftaktkundgebung auf dem Braunschweiger Kohlmarkt: «Hier wird nicht mit offenen Karten gespielt.» Der an Leukämie erkrankte Duranowitsch berichtete über seine Krankheit, die er lange Zeit nicht im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit im Lager Asse gesehen habe. Seine Arbeitgeber hätten keinerlei Zweifel an der Sicherheit in dem ehemaligen Bergwerk gelten lassen. «Es ist eine unglaubliche Schweinerei, mit welcher Vehemenz dort die Unwahrheit gesagt wurde», sagte Duranowitsch. Dem ehemaligen Betreiber, dem Helmholtz-Zentrum, seien mindestens sechs Todesfälle bekannt.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber hatten die Demonstration bereits im Vorfeld begrüßt. «Die Lichterkette und der Protest gegen die drohenden Gesundheitsgefährdungen in unserer gemeinsamen Heimat durch Atommüll und seine billige und unsachgemäße Entsorgung sind wichtig auch für meine Arbeit», teilte Gabriel mit, der auch Bundestagsabgeordneter für die Region ist. Ohne das Engagement vieler Bürger wäre es nicht durchsetzbar gewesen, Asse II endlich unter die Aufsicht des Bundesumweltministeriums zu stellen. Gabriel kündigte an, die möglichen Sicherheitsmaßnahmen in der Asse sorgfältig, ohne Zeitdruck und ohne politische Vorgaben untersuchen zu lassen.

Bischof Weber sagte, die Aktion zeige, dass sich eine breite Öffentlichkeit in der Verantwortung für Gottes Schöpfung sehe. Die braunschweigische Landessynode, das evangelischen Kirchenparlament, habe in einem Beschluss im November den weiteren Ausbau der Kernenergie mit Blick auf das undichte und einsturzgefährdete Atommüllager «Asse II» abgelehnt. Der Ausbau sei nicht zu verantworten, so lange keine gesicherte Endlagerung gewährleistet sei. Auch die derzeitige Nutzung sei problematisch.


pfeil  Danke für den Widerstand: Gabriel lobt Hartnäckigkeit der Asse-Gegner

(Freitag, 27.02.)

Leserbrief
Leserbrief schreiben
Druckversion
Druckversion
Versenden
Versenden
buergernetz-logo Das Online-Netz für bürgerschaftliches Engagement Zeitspenden, Geldspenden, Nachrichten: Internetdienste für Bürger und zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland.
Projektsuche:
Aktuell
Wettbewerb „Ein Königreich für Tiere“
Tierschutzbund sucht den besten Tierhalter mehr
52 Kilometer Protest
15.000 Menschen bilden Lichterkette mehr
Einsatz in Kirgistan
NABU-Wildhüter beschlagnahmen Leopardenfell mehr
Danke für den Widerstand
Gabriel lobt Hartnäckigkeit der Asse-Gegner mehr
WWF-Fischereistudie
Krabben mit Müll-Beilage mehr
Bürgerengagement
in Deutschland
Zur Bürgernetz-Engagementkarte
Bürgernetz
0
Sundermann
Jutta Sundermann, Mitgründerin von attac Deutschland
BBE-Homepage

Social Times
Warum 2 Farben?

Berichte der Redaktion

Berichte von Organisationen