Danke für den Widerstand
Gabriel lobt Hartnäckigkeit der Asse-Gegner
Wolfenbüttel (epd). Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich bei den Gegnern des Atommülllager Asse II bedankt. Ohne ihr Engagement wäre es nicht durchzusetzen gewesen, die undichte Anlage unter die Aufsicht des Bundesumweltministeriums zu stellen, sagte Gabriel. Für heute abend haben die niedersächsischen Atomkraftgegner eine 52 Kilometer lange Lichterkette zwischen der Asse und dem Schacht Konrad angekündigt.
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| Schon im April reichte Sigmar Gabriel den Asse-Gegnern dankbar die Hände. Nun erneuerte er sein Lob. Es scheint ihm ernst zu sein. |
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und der
braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber haben die für
Donnerstagabend geplante Lichterkette gegen die Atommüllanlagen in
Niedersachsen begrüßt. «Die Lichterkette und der Protest gegen die
drohenden Gesundheitsgefährdungen in unserer gemeinsamen Heimat durch
Atommüll und seine billige und unsachgemäße Entsorgung sind wichtig
auch für meine Arbeit», teilte Gabriel mit, der auch
Bundestagsabgeordneter für die Region ist. Ohne das Engagement vieler
Bürger wäre es nicht durchsetzbar gewesen, Asse II endlich unter die
Aufsicht des Bundesumweltministeriums zu stellen.
Weber sagte dem epd, die Aktion auf der 52 Kilometer langen
Strecke von Braunschweig zum Lager Asse und zum Schacht Konrad in
Salzgitter zeige, dass sich eine breite Öffentlichkeit in der
Verantwortung für Gottes Schöpfung sehe. Der evangelische Bischof
wies auf die Beteiligung mehrerer Kirchengemeinden und der
Evangelischen Jugend an der Aktion hin. Außerdem habe die
Landessynode den weiteren Ausbau der Kernenergie mit Blick auf das
undichte und einsturzgefährdete Atommüllager «Asse II» abgelehnt. Der
Ausbau sei nicht zu verantworten, so lange keine gesicherte
Endlagerung gewährleistet sei, hieß es. Auch die derzeitige Nutzung
sei problematisch.
Gabriel kündigte an, die möglichen Sicherheitsmaßnahmen in der
Asse sorgfältig, ohne Zeitdruck und ohne politische Vorgaben
untersuchen zu lassen. Derzeit wisse niemand, wie sich die 126.000
Fässer mit radioaktivem Müll am besten sichern ließen.
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(Donnerstag, 26.02.)
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