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Feldbefreier vor Gericht

Institut verlangt 160.000 Euro Schadenersatz

Magdeburg/Quedlinburg (epd/ST). Wegen der Zerstörung eines Versuchsfeldes mit Genweizen in Gatersleben bei Quedlinburg sind sechs Umweltaktivisten vom Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik auf 160.000 Euro Schadensersatz verklagt worden. Die "Feldbefreier" kündigten an, den Prozess zu nutzen, um auf den "Skandal der Freisetzung" aufmerksam zu machen. Unter anderem gebe es "personelle Verflechtungen" von Institutsleitung, Lobbyverbänden und Behörden.


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Diese Aktion soll die "Feldbefreier" 160.000 Euro kosten. Das Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik hat die Aktivisten auf Schadenersatz verklagt.

Wegen der Zerstörung eines Versuchsfeldes mit Genpflanzen in Gatersleben bei Quedlinburg müssen sich sechs Umweltaktivisten vor Gericht verantworten. Voraussichtlich am 26. Februar werde am Magdeburger Landgericht in einem Zivilprozess eine Klage auf Schadensersatz in Höhe von 170.000 Euro verhandelt, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag auf epd-Anfrage. Kläger sei das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben.

Bei der Aktion im April 2008 hatten Mitglieder der Initiative «Gendreck weg» auf einem eingezäunten Versuchsfeld des Instituts den Boden umgegraben und gentechnisch veränderten Weizen herausgerissen. Sechs Teilnehmer aus Thüringen, Niedersachsen und Hessen, die zur Tatzeit zwischen 22 und 31 Jahre alt waren, wurden von der Polizei vorübergehend festgenommen. Gegen sie richtet sich die Schadensersatzklage. Die Gentechnik-Kritiker befürchten eine Verseuchung der pflanzlichen Genreserven der Instituts-Anlagen mit manipulierten Pollen.

Die so genannten Feldbefreier kündigten an, den Prozess zu nutzen, um "auf den Skandal der Freisetzung und seine möglichen Folgen nochmals aufmerksam zu machen". Sie werfen dem IPK vor, die Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten zu haben. Außerdem kritisieren sie, dass es "personelle Verflechtungen" von Institutsleitung, ansässigen Firmen, Lobbyverbänden und zuständigen Behörden gebe.

Vor dem Prozess soll es eine Kundgebung vor dem Magdeburger Landgericht geben, an der auch Landwirte teilnehmen werden.


(Mittwoch, 18.02.)

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