Nakos in der Krise
Familienministerium streicht Förderung
Berlin (epd). Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (Nakos) wird ab 2009 nicht mehr vom Bund unterstützt. Damit sei die Existenz der Nakos, die rund 70.000 Selbsthilfegruppen unterstützt, gefährdet, erklärte die Organisation. Mehr als 200 Experten haben in einem Offenen Brief an die Familienministerin für den Erhalt der Nakos plädiert.
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In einem offenen Brief appellierten 200 Experten aus Wissenschaft und
Praxis an Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), die
Förderung über 2008 hinaus fortzusetzen. Das fachübergreifende Wirken
der Nakos sei eine zentrale Säule des bürgerschaftlichen Engagements
in Deutschland.
Nach Angaben des Familienministeriums ist eine weitere Förderung
nicht möglich. Der Bund dürfe nur Modellprojekte bezuschussen, aber
nicht Projekte dauerhaft fördern, erklärte Ministeriumssprecherin
Iris Bethge dem epd. Die Nakos erhalte bereits seit Beginn der 90er
Jahre Geld vom Bund. Eine dauerhafte Förderung sei Aufgabe der
Länder.
Die Selbsthilfe-Organisation bekam im vergangenen Jahr knapp 300.000
Euro vom Familienministerium. Das Ministerium finanzierte nach
eigenen Angaben die Nakos nur zu gut einem Drittel. Die Organisation
sei bereits Mitte vergangenen Jahres darüber informiert worden, dass
Ende 2008 die Förderung auslaufe. Damit habe sie genug Zeit gehabt,
eine neue Finanzierung zu finden, so die Sprecherin.
Selbsthilfe-Beratung gefährdet: Selbsthilfeverband entsetzt über Mittelkürzung
(Freitag, 19.09.)
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