Hungersnot in Ostafrika
Hunger bedroht bis zu 13 Millionen Menschen
London/Berlin (epd). Wegen einer Hungerkrise in Ostafrika benötigen bis zu 13 Millionen Menschen sofortige Hilfe. «Es ist abzusehen, dass sie verhungern werden, wenn nichts passiert», sagte der Geschäftsführer von Oxfam Deutschland Paul Bendix. Als Ursachen nennt Oxfam die steigenden Lebensmittelpreise und eine extreme Dürre, aber auch gewaltsame Auseinandersetzungen und Schädlinge.
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| Foto: Oxfam |
Die Preise für Weizen und Reis seien innerhalb eines Jahres in
einigen Gegenden um das Fünffache angestiegen, teilte die
Oxfam-Zentrale in London mit. Ostafrika sei besonders von
Lebensmittel-Importen und den Weltmarktpreisen abhängig. Oxfam ruft
zu Spenden für Bedürftige in Somalia, Äthiopien, Kenia, Sudan und
Uganda auf.
Im Bürgerkriegsland Somalia braucht den Angaben zufolge etwa ein
Drittel der Bevölkerung, 2,6 Millionen Menschen, dringend Hilfe. Ihre
Zahl könne bis zum Jahresende sogar auf 3,5 Millionen steigen. Bis zu
24 Prozent der Kinder seien stark unterernährt, teilte Oxfam mit. Ein
Aufruf von UN-Hilfswerken vom Mai für Somalia fand laut Oxfam nur
geringe Resonanz.
In Äthiopien seien 4,6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen,
doppelt so viele wie zu Jahresanfang, hieß es. Rob McNeil von Oxfam
sagte, die Dürre wirke sich in Äthiopien verheerend aus. Auf manchen
Straßen läge verendetes Vieh. In vielen Dörfern hätten die Familien
nur noch Getreide zum Essen, das als Viehfutter vorgesehen war.
Internet: www.oxfam.de
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(Donnerstag, 24.07.)
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