Krieg in Darfur
Kinderbuchautoren aus aller Welt fordern Frieden
(epd). 14 Kinderbuchautoren aus aller Welt, darunter die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling (Bild), haben fünf Jahre nach Beginn des Krieges in Darfur in einem offenen Brief an das Leid der Kinder in der westsudanesischen Krisenregion erinnert. «Die Kinder in Darfur haben diesen Krieg nicht gewollt, aber sind zwischen den Fronten des Kugelhagels gefangen», heißt es in dem heute veröffentlichten Schreiben.
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Zu den Unterzeichnern gehören auch die deutsche Schriftstellerin Cornelia Funke und die Amerikanerin Judy Blume . «In Darfur ist die Kindheit in Gefahr», warnen sie. Am Sonntag wollen
Menschenrechtsaktivisten in über 30 Städten weltweit auf die
«andauernde Tragödie» in Darfur aufmerksam machen. Aktionen sind
unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin sowie in London, Kairo,
Dakar und Washington geplant.
China schürt nach Angaben von Menschenrechtlern den Darfur-Konflikt
durch Waffenexporte. So habe China in den vergangenen sechs Monaten
mindestens sechs Kampfjets sowie Boden-Luft-Lenkwaffensysteme an
Sudans Armee geliefert, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker
in Göttingen unter Berufung auf Militärexperten. Im Vorfeld der
Olympischen Spiele von Peking betone China sein Engagement für
Frieden in Darfur, lasse den Worten jedoch keine Taten folgen.
Die Welthungerhilfe kritisierte, dass alle bisherigen Versuche, die
Konfliktparteien im Land an einen Tisch zu bekommen, gescheitert
seien. «Die notleidende Bevölkerung braucht einen prominenten und
versierten Fürsprecher, der sowohl im Land als auch international
Gehör findet und die Weichen endlich in Richtung Frieden stellt»,
erklärte Generalsekretär Hans-Joachim Preuß. «Wir brauchen einen
Dalai Lama für Darfur.» Die von der UN beschlossene Stationierung von
Truppen habe längst beginnen sollen, verzögere sich jedoch immer
wieder. Auch deshalb gehe der Terror gegen die Zivilbevölkerung
weiter.
Seit Beginn des Konflikts zwischen Rebellen, Armee und
regierungstreuen Milizen in Darfur vor fünf Jahren starben nach
UN-Schätzungen mehr als 200.000 Menschen. Über zwei Millionen
flüchteten. Nach Angaben von amnesty international sterben jeden Tag
etwa 75 Kinder unter fünf Jahren durch den Konflikt oder seine
Folgen.
(Samstag, 12.04.)
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