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Einsatz für Trinkwasser

Mit der Rikscha durch Südostasien

(Global Nature F). Thomas Bauer, Publizist und Mitarbeiter des Goethe-Instituts, radelt mit einer Rikscha quer durch Südostasien. Auf seiner Reise von Vietnam nach Singapur besucht er mögliche neue Partner für das internationale Seennetzwerk "Living Lakes" - eine Umweltinitiative, die sich für den Schutz der Trinkwasserreserven einsetzt.


Bild zur Nachricht
Einsatz für die Umwelt: Thomas Bauer (Foto: GNF)

Der gebürtige Stuttgarter Thomas Bauer (31) hat in seinem bisherigen Leben schon einige außergewöhnliche Reisen unternommen. So reiste er 2.000 km mit einem Kajak auf der Donau bis zum Schwarzen Meer. Auf dem Jakobsweg erreichte er im Jahr 2004 von Konstanz aus innerhalb von 69 Tagen die spanische Pilgerstadt Santiago de Compostela. Am 26. Dezember 2007 startete er in Hanoi, Vietnam seine erste Südostasienreise und durchquerte bereits Laos, Kambodscha und Thailand. Zurzeit befindet er sich in Malaysia und bewältigt die letzten 1. 000 km bis Singapur. Insgesamt 4. 500 km wird Thomas Bauer am Ende seiner Reise mit der Rikscha, dem traditionellen asiatischen Gefährt, geradelt sein.

Am Songkhla See im Süden Thailands traf Thomas Bauer auf Chatchai Ratanachai, Dozent für Umweltmanagement an der Prince of Songkhla Universität. Die Universität und Ratanachai engagieren sich in enger Kooperation mit lokalen Umweltgruppen für den Umweltschutz in der Region. Der Songkhla See ist mit über 1.000 km² der größte natürliche See Thailands. Er ist durchschnittlich nur 2 Meter tief und damit besonders anfällig für Umweltstörungen. Probleme sind laut Ratanachai die Überfischung und insbesondere die Verschmutzung durch Industriegebiete, im Süden des Sees um die Städte Songkhla und Hat Yai. Durch die Landwirtschaft an der Westseite des Songhlas gelangen gefährliche Abwasser und Düngemittelrückstände in den See. Viele Wasservögel und bedrohte Tierarten wie der Irrawaddy-Delfin, dessen Bestand hier auf nur noch 30 Tiere geschätzt wird, leben in und am See und sind durch die Gefährdungen dramatisch bedroht. Die sinkende Wasserqualität beeinträchtigt zudem die Trinkwasserversorgung der umliegenden Bevölkerung.

Das internationale Seenschutznetzwerk Living Lakes, gestartet vom Global Nature Fund (GNF) mit Sitz am Bodensee, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Aus den vier Gründungsmitgliedern ist inzwischen ein anerkanntes Netzwerk mit 55 Partnerorganisationen aus allen Kontinenten der Welt geworden. In Asien bestehen bereits erfolgreiche Kooperationen mit Partnern in Russland, China, Japan, Sri Lanka, Indonesien und Indien. Der GNF unterstützt ein umfangreiches Wiederaufforstungsprojekt für Mangrovenwälder sowie die Einrichtung von Schutzgebieten für den stark gefährdeten Irrawaddy-Delfin im indonesischen Mahakam-Feuchtgebiet. In den Ländern, die Thomas Bauer besucht, konnten bisher noch keine zuverlässigen Kontakte aufgebaut werden. Dank dem persönlichen Austausch zwischen ihm und Chatchai Ratanachai, werden nun erste Schritte für die Einbindung des Songkhla Sees in das Living Lakes Netzwerk ergriffen. Das internationale Netzwerk setzt sich erfolgreich und nachhaltig für den weltweiten Seenschutz ein und wird hierbei auch von weltweit tätigen Unternehmen wie Unilever, DaimlerChrysler, der Deutschen Lufthansa, T-Mobile, Ziemann, Sika und Osram unterstützt.


(Freitag, 08.02.)

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